Landwirtschaft hat Zukunft - Landkreisrundfahrt zu unseren Bauernhöfen

Traditionell besuchen die aufstrebenden Junglandwirte die Betriebe der Mitschüler und der Praxismeister. Die Aufgabe für die Schüler ist es dabei, einen Betriebsspiegel mit den Daten des Betriebes zu erstellen. Mit diesen Fakten wird der heimische Betrieb dann überzeugend vor Ort vorgestellt.
In Fahrgemeinschaften mit den Lehrern Siegfried Holzmann, Ernst Hetzner, Christel Randak sowie dem Praxismeister Ernst Schneider startete man bei winterlichen Temperaturen zur diesjährigen Exkursion.
Erste Station war der Ackerbaubetrieb von Ernst Schneider in Rüdisbronn mit ca. 100 Hektar Ackerbau und Bullenmast. Dort konnten die Junglandwirte ihr Knowhow im Bereich extensive Bullenmast deutlich erweitern. Der Praxismeister setzt darauf, die Kosten bei den Zugmaschinen zu senken. So verzichtet er bewusst auf Prestigetraktoren wie „Fendt“, den Mercedes und nutzt preiswerte Ostimporte wie den tschechischen „Zetor“.
Gruppeschneider
Als nächste Station wurde die Biogasanlage, bei welcher Herr Schneider beteiligt ist, in Krautostheim besichtigt. Immer mehr Landwirte entwickeln sich zu Energiewirten. In ihren Biogasanlagen erzeugen sie Ökostrom und liefern Wärme an private Haushalte, Kommunen und Unternehmen.
Frank Bibelriether in Ezelheim informierte anschließend über seinen ausgesiedelten Bullenstall, bevor er zwei Ortsstellen innerorts vorstellte, wo Milchviehwirtschaft mit Kälberaufzucht sowie Ackerbau mit 101 Hektar betrieben wird. Gerade im Fuhr- und Maschinenpark wurde kräftig investiert, um schlagkräftig und effizient zu wirtschaften.
Maschinen
Nach getaner Führung konnten sich die Junglandwirte bei einem deftigen Weißwurstfrühstück stärken. Dies förderte auch die Klassengemeinschaft.
Als nächster Halt war der Betrieb Röder GbR in Ziegenbach an der Reihe. Der dortige Betrieb bewirtschaftet 180 Hektar und besitzt 100 Milchkühe mit Jungviehaufzucht, wobei die Bullenkälber verkauft werden. Das System des Auslaufes im Kuhstall interessierte Lehrer und Schüler besonders.
philsvenja
Gemolken wird im Doppelsechser-Fischgrät-Melkstand.
Auf dem Weg zum nächsten Betrieb in Roßbach hielt der „Trupp“ im Gasthof Wießner in Baudenbach zu einem gemeinsamen Mittagessen an. Frisch gestärkt ging es weiter.
MAX
Der einzige Biolandwirt der Klasse, stellte seinen von Naturland zertifizierten Schweinezucht und Mastbetrieb vor. Dort konnten die Bio-Schweine in ihrem Auslauf ebenso wie einige Rinder im neu gebauten Kaltstall mit einer 1,1 Hektar großen Weide unter die Lupe genommen werden.
sau
Die letzte Station führte die Gruppe in den Steigerwald nach Mittelsteinach. In den drei Hofstellen konnten die Schüler sich ein Bild von der Anbindehaltung sowie das Einzelmelksystem, mit 50 Milchkühen und Nachzucht machen. Der Betrieb betreibt auch zusätzlich Forstwirtschaft mit 25 Hektar. Zum Abschluss gab es alkoholfreien Kinderpunsch und Kuchen von der Familie Beihl.
Insgesamt waren die Lehrer sehr vom Engagement der Schüler und der Qualität der Präsentationen erfreut. Besonders die Identifikation mit ihrem Hof und die professionelle Herangehensweise überzeugten bei der Bewertung. Die Schüler zeigten sich als tüchtige angehende und verantwortungsbewusste Hofnachfolger.

Frank, Svenja, Max, Lukas