Drogenprävention auf Gleis 1

im Bahnhof Neustadt/Aisch
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Neustädter Berufsschüler erleben im „Revolution Train“ Horrortrip eines Drogensüchtigen.

Sieben Berufsschulklassen, darunter auch die Junglandwirte aus dem BGJ-Agrarwirtschaft der Berufsschule Neustadt/Aisch besuchten den Antidrogenzug zur Prävention am Neustädter Hauptbahnhof.

Der „Revolution Train“ klärt seit 10 Jahren Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren über die Gefahren von Drogen auf. Den 165 Meter langen Zug, dessen Innenwände aussehen wie Gefäße im Menschenkörper, zeigt genaue Details zum Leidensweg von Drogenabhängigen. Bisher besuchten ihn schon über 50.000 Leute. Hauptkommissar Norbert Schöniger war unser Zugbegleiter auf einem beeindruckenden Trip.

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Bereits vor der Führung durch den Antidrogenzug, bekamen wir einen anonymen Fragebogen. Zu den einzelnen Haltestationen konnten wir immer wieder persönliche Erfahrungen und Entscheidungen nennen. Aus den anonymen Fragebögen erhofft sich die Kripo Ansbach auch Hinweise für die weitere Aufklärungsarbeit.


Hauptwachmeister Norbert Schöniger von der Kripo Ansbach zeigte zu Beginn welche verschiedene Suchtarten und Drogen es gibt. Dabei gab er zu, dass er auch eine Sucht habe, aber nur für Kaffee. Was aber die meisten Menschen nicht glauben, dass selbst „normale“ Lebensmittel wie Zucker abhängig machen können. Hauptdroge bleibt allerdings der Alkohol und das Nikotin, mit dem auch wir schon mehr oder weniger intensiv Bekanntschaft gemacht haben.

Wir durchliefen die Waggons, wobei jedes Abteil eine eigene Station war, welche Details über die tragische Geschichte des Jungen „Marcels“ und seine Freunde enthielten.
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Meist zeigte ein kurzer Kinofilm typische Szenen aus dem Alltag seiner Clique und Kontakte zu Drogen. Dann gab es eine Bewertung mit kurzen Stellungnahmen und schließlich ging die Leinwand hoch und konfrontierte uns knallhart mit den realen Folgen.



Zum Beispiel sahen wir im Film wie die Gruppe Jugendlicher feiern war und Drogen konsumiert haben, und danach noch mit dem Auto nach Hause gefahren sind, Dabei haben sie einen Unfall gebaut, weil der Fahrer sich unter Drogen- und Alkoholeinfluss selbst überschätzt hatte.
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Dann konnten wir mithilfe des Fragebogens das Tun der Hauptpersonen bewerten und über alternative Verhaltensweisen sprechen. Anschließend standen wir vor dem kaputten Auto mit einem Motorrad unter den Vorderrädern. Fehlten nur noch die Opfer. Das ging ganz schön unter die Haut.
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In einer anderen Szene klickten sogar die Handschellen und ein Schüler wurde verhört. Das war absolut realistisch und hinterließ nachhaltige Eindrücke.




k DSC 7244An der Endstation mit dem Leichenumriss in einer zur Müllhalde verkommenen Wohnung mit dem Graffiti „freedom“ zogen die Schüler sehr betroffen ihr persönliches Fazit.

„ Von wegen Freiheit. Mit Drogen geht es nach scheinbar harmlosem Einstieg steil bergab bis zum Untergang. In diesen Zug würde niemand freiwillig einsteigen. Es ist unser Leben und wir haben immer die Möglichkeit nein zu sagen.“

Aus der Sicht der Begleitlehrkräfte war die Zugfahrt sehr hilfreich für die Auszubildenden, sich bewusster gegen Drogen zu entscheiden.
Durch die gelungenen multimedialen Darstellungen hat man den Jugendlichen erreicht. Welchen Schaden Drogen ihnen zufügen, und wie ihr Leben dadurch zerstört werden kann, wird im Unterricht noch vertieft werden. Die Jugendsozialarbeiterin der Berufsschule Frau Renate Böhm hatte die erfolgreiche Teilnahme der Berufsschulklassen organisiert.
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