Damit die jungen Flüchtlinge sicherer unterwegs sind.

Sicherheit braucht Vorfahrt. Und ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr.
Umso wichtiger ist es, dass geltende Regeln von allen Verkehrsteilnehmern verstanden und beachtet werden. Damit sich auch Flüchtlinge möglichst gefahrlos bewegen können, hat die Berufsschule Neustadt/Aisch Polizeihauptmeisterin Claudia Lang und ihren Kollegen Klaus Witt zum Verkehrsunterricht in die vier BIK Berufsintegrationsklassen eingeladen.

Die beiden erfahrenen Verkehrspolizisten brachten einen Flyer mit prägnanten Bildern und mehrsprachigen Überschriften mit. Damit erklärten die Beamten wichtige Verkehrsregeln auf deutschen Straßen. Ob Verbote, Gebote oder Pflichten. Unter dem Motto „Einfach sicherer unterwegs“ wurden nicht nur Zeichen und Regeln erklärt, sondern auch konkrete Situationen für Fußgänger und Fahrradfahrer skizziert. Dabei ging es hauptsächlich um die Vermittlung der wichtigsten Verhaltensregeln: Wie biege ich rechts ab? Was muss ich beim Linksabbiegen beachten? Wie verhalte ich mich an einer Kreuzung?

 

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Polizeihauptmeisterin Claudia Lang beim Verkehrsunterricht in der Berufsschule Neustadt/Aisch: „Uns ist es wichtig, auf bestimmte Sicherheitsvorkehrungen hinzuweisen – wie etwa das Tragen eines Fahrradhelms. Mit Warnweste und Helm ausgestattet, wie der junge Äthiopier Abdusalam Serbo im Bild, seid ihr sicher unterwegs und werdet von Autofahrern rechtzeitig erkannt.“

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Verkehrsunterricht gab die Neustädter Polizei den jungen Flüchtlingen eine praktische Hilfestellung und förderte das Verständnis für das deutsche Rechtssystem. Ganz nebenbei wurden Berührungsängste der Flüchtlinge mit Ordnungskräften abgebaut.


Die Ordnungshüter erklärten, warum man kontrolliert wird, warum man seinen Ausweis dabei haben sollte und wie man sich verhalten sollte, wenn man in eine schwierige Situation gerät z.B. bei Beleidigungen oder Bedrohungen, die einzelne Asylbewerber leider auch schon erleben mussten.

Zentrales Thema war das sichere Fahrrad und die richtige Ausrüstung für den Straßenverkehr:

 

 

 

 

 

 

 

Alle Fahrräder, die sich im Straßenverkehr bewegen, müssen ausgestattet sein mit:
einer dynamo-oder einer batteriebetriebenen Lichtanlage und verschiedenen Reflektoren. Das können zwei Katzenaugen pro Rad oder ein Reflektorstreifen an jedem Reifen sein. Außerdem benötigt jedes Pedal zwei Reflektoren. Vorne am Fahrrad muss ein weißer Reflektor (der ist häufig in die Lampe integriert) und hinten zwei rote Reflektoren (einer ist häufig in das Rücklicht integriert) vorhanden sein.
Zwei unabhängig wirkende Bremsen (je eine pro Rad) und eine funktionierende Klingel gehören ebenfalls zur verkehrssicheren Grundausstattung.

Wenn man von der Polizei angehalten wird und das Fahrrad ist nicht verkehrssicher, dann kann es eine mündliche Verwarnung und ein empfindliches Bußgeld geben. Das geschieht in Deutschland derzeit leider ziemlich häufig.