Rumänische Parkettleger in der Berufsschule

Seit 2006 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Holzabteilung der Staatlichen Berufsschule Neustadt/ Aisch und den rumänischen Parkettlegern. Das duale Ausbildungssystem Deutschlands hat unter den rumänischen Parkettlegern einen hohen Stellenwert, weshalb 2009 der rumänische Parkettexperte Marius Filipascu in Eigeninitiative eine Berufsschule für Parkettleger in Brasov gründete, da bei den staatlichen Stellen in Rumänien die in Deutschland bewährte Form der Ausbildung keinen Anklang fand. Inzwischen müssen die Rumänen allerdings neue Wege suchen, da es für die Schule keine staatliche Unterstützung gibt.

Dazu diente Ende Oktober einer Delegation aus 17 rumänischen Parkettlegern der Besuch der Staatlichen Berufsschule in Neustadt/Aisch.

Zunächst war allerdings Würzburg das Ziel einer Delegation, um sich dort bei der Firma Pallmann im Rahmen eines Oberflächenseminars über die neuesten Entwicklungen der Parkettversiegelung zu informieren. Organisiert hatte den Besuch der Vertreter der Firma Pallmann-Uzin Viorel Dimitrescu.

Auf dem Rückweg besuchten die rumänischen Parkettleger die Staatliche Berufsschule Neustadt/ Aisch, um sich über die Ausbildung der Parkettleger zu informieren. Die Schulleiterin Frau Bettina Scheckel und ihr Stellvertreter Herr Michael Görs freuten sich wieder einmal Gäste aus Rumänien begrüßen zu dürfen und ihnen die Berufsschule vorzustellen. Stolz konnten zunächst die neuen Räumlichkeiten der Metall-und Kfz-Abteilung während eines Rundgangs präsentiert werden.

Der Besuch des praktischen Unterrichts der Parkettleger des 2. Ausbildungsjahres stellte den Höhepunkt des Besuchs dar. Hierbei konnten die Besucher erleben, wie die Auszubildenden des 2. Ausbildungsjahres eine vorgegebene Musterplatte selbständig verlegten. Die Auszubildenden hatten während des theoretischen Unterrichts die Arbeitsschritte für die Verlegung geplant und konnten diese im praktischen Unterricht umsetzen.

Im Anschluss an den Unterricht zeigte der Parkettlegerlehrer Germann Kirschbaum den Gästen verschiedene Anreiß- und Maschinentechniken. Hierbei standen rationelle, effektive und sichere Fertigungsverfahren im Vordergrund. Dabei wurden die Anfänge verschiedener Musterböden wie Altdeutschen Verband, Würfelmuster, und Fischgrätmuster gefertigt. Den Höhepunkt der Schulung bildete die Herstellung eines Sterns aus zwei verschiedenen Holzarten.

Die Veranstaltung endete mit dem Wunsch der Rumänen die Arbeit mit modernen Techniken zu vertiefen. Dazu wurden bereits mehrtägige Kurse vorbreitet, die dann in Rumänien stattfinden könnten.

Der äußerst interessante Besuch an der Staatlichen Berufsschule Neustadt/ Aisch wurde mit einem typisch fränkischem Karpfenessen beendet.